Wie Kinder spielerisch Deutsch lernen

Mehr als ein Drittel der Kinder unter fünf Jahren in Deutschland hat einen Migrationshintergrund.
In Städten wie München sind es sogar über 60 Prozent. Jedes vierte Kind spricht zu Hause kein Deutsch und hat auch im Umfeld wenig Gelegenheit dazu. In den Kindergärten und Schulen fehlt häufig das Personal für eine qualifizierte Sprachförderung, deshalb haben sich in den vergangenen 20 Jahren einige erfolgreiche Sprachlernprogramme für Kinder etabliert

Wenn Marina aus der Ukraine schwärmt: „Ich bin ganz verliebt in HIPPY“, meint sie keine langhaarigen Anhänger der Flower-Power-Bewegung, sondern das Sprachlernprogramm HIPPY (Home Interaction Program for Preschool Youngsters). Es wurde in den 60er-Jahren an der Hebrew University in Jerusalem entwickelt und wird weltweit bei der Frühförderung von Kindern mit Migrationserfahrung eingesetzt. Das Besondere an HIPPY ist, dass auch die Eltern mit ins Boot geholt
werden und spielerisch gemeinsam mit den Kindern tiefer in die
deutsche Sprache einsteigen. So trifft sich Marina an zwei Vormittagen im Monat mit etwa zwölf anderen Müttern – und manchmal auch Vätern – in Berg am Laim. Gemeinsam sprechen sie mit der Sozialpädagogin Beate Wiedmann über die „Hausaufgaben“ der kommenden Woche. Wiedmann ist in München eine HIPPYanerin der ersten Stunde und leitet das Gruppentreffen mit Unterstützung der Elterntrainerin Iman Ali. Heute geht es um das Thema Aussehen und Mobbing.

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