Pyrolyse-Praktikum: Hightech-Metalle aus Elektroschrott

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Was wird aus einem Föhn, der nicht mehr bläst? Im besten Fall landet er in einem neuartigen Reaktor in der Oberpfalz. Der gehört dem dort ansässigen Teil des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg und ist in der Lage, aus alten Elektrogeräten wertvolle Teile herauszulösen. Ihr wollt wissen wie? Bewerbt euch für ein Praktikum dort!

Um was geht es?

Das Fraunhofer UMSICHT in Sulzbach-Rosenberg entwickelt Energiespeicher, Abfall- und Rohstoffkonzepte. Dort könnt ihr in verschiedenen Projekten mitarbeiten: zum Beispiel im Projekt „gagendta+“, bei dem ein Reaktor Metalle wie Gold, Silber oder Kupfer aus Elektromüll herauslöst. Jonathan Aigner betreut das Projekt und findet den Pyrolyse-Reaktor vor allem geeignet für mittelständische Unternehmen, denn „er kann 70 Kilo Elektronikschrott in der Stunde verarbeiten“. In einem weiteren Projekt „kunstwerk“ werden Kunststoffe und Metalle zu hochwertigen neuen Werkstoffen kombiniert.

Was könnt ihr dort als Praktikant*in noch machen?

In Sulzbach-Rosenberg führt ihr in der Abteilung Kreislaufwirtschaft Pyrolyse-Versuche mit diversen Fraktionen durch. Zum Beispiel bereitet ihr Elektronikschrott und Altfahrzeuge auf. Aus geschreddertem Elektroschrott werden bei der Pyrolyse leicht recycelbare Bestandteile. Konkret helft ihr dabei, Versuche vorzubereiten und durchzuführen. Anschließend wertet ihr die Messdaten aus und analysiert das Ergebnis.

Wer wird gesucht?

Vorzugsweise Studierenden der Fachrichtungen Umweltingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen, Verfahrenstechnik oder von etwas Vergleichbarem. In Excel und den anderen MS Office-Anwendungen solltet ihr fit sein. Außerdem solltet ihr gut selbstständig arbeiten können und eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit mitbringen. Idealerweise habt ihr bereits erste Erfahrungen in Aufbau und Betrieb von verfahrenstechnischen Anlagen vorzuweisen.

Was könnt ihr erwarten?

In Sulzbach-Rosenberg betreibt ihr angewandte Forschung, entwickelt innovative Technologien für öffentliche und industrielle Auftraggeber und setzt diese in marktfähige Produkte und Verfahren um. Zudem lernt ihr internationale Projekte in Kuwait, Tunesien oder im Iran kennen.

Was ist sonst noch wissenswert?

„Beim Fraunhofer UMSICHT arbeiten wir mit einem neuen Ansatz“, sagt Jonathan Aigner. „Die Pyrolyse ist ein technischer Prozess ohne Sauerstoff. Wir reduzieren im Reaktor bei einer Temperatur von 600 Grad den Anteil des Kunststoffs. Daraus wird zuletzt Öl und Gas, das energetisch verwertet werden kann, etwa in einem Blockheizkraftwerk.“

Weitere Infos bekommt ihr von:

M.Eng. Jonathan Aigner

Telefon: 09661 / 908-435

jonathan.aigner@umsicht.fraunhofer.de

http://www.umsicht-suro.fraunhofer.de

Bewerben könnt ihr euch unter:

https://recruiting.fraunhofer.de/Vacancies/35241/Description/1

Text: Gabriele Winter

Foto: Fraunhofer UMSICHT