Nachverdichtung bis zum Gehtnichtmehr

Im Ottobrunner Vogelviertel zwitschert es bald weniger, denn 71 Bäume sollen neuen Wohnblocks und einer Tiefgarage weichen. Zaunkönig und Zeisig kämen dann vermutlich dort nur noch in den Straßennamen vor. Zumindest, wenn sich die Baupläne des Gemeinderates um Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) durchsetzen. Keine Frage: Günstiger Wohnraum wird in Ballungsräumen wie München dringend benötigt. Doch was wird verdrängt und sind unsere Kommunen dann noch lebenswert? In vielen Stadtteilen Münchens von Harlaching bis
Obermenzing brodelt es, wenn auf den letzten Grünflächen Häuser entstehen, und auch in den Vororten ist die Nachverdichtung angekommen. So finden viele alternative Projekte wie Urban Gardening oder Wagenburgen wie „Hin & Weg“ kaum noch Raum. Jüngstes Beispiel für gefährdete Einrichtungen ist der Aubinger Reitstall. Auf seinem Gelände will das Technische Hilfswerk (THW) eine Fahrzeughalle errichten.

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