Auf der Suche nach einem Zuhause

Unter dem Motto „Ohren auf! Herzen auf! Türen auf!“ hat der Paritätische Oberbayern zusammen mit fünf Mitgliedsorganisationen eine Wohnungskampagne für LGBTI*(lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und intersexuell)-Geflüchtete gestartet. Damit sollen alle Menschen angesprochen werden, die über Wohnraum verfügen und bereit sind, anerkannte lesbische, schwule und trans* Geflüchtete in München und Umland zu unterstützen.

Immoscout ist das Portal auf dem sich Hanaa am häufigsten einloggt. Seit ihrer Anerkennung als Geflüchtete sucht die 26jährige Transfrau aus Tansania verzweifelt eine Wohnung in München. In der teuersten Metropole Deutschlands ist das kein leichtes Unterfangen – nicht mal für Urbayern mit geregeltem Einkommen. Im Moment lebt Hanaa in einer Flüchtlingsunterkunft im Münchner Osten, aber das
gestaltet sich schwierig – vor allem, weil sie demnächst eine Hormonbehandlung beginnen will, um auch äußerlich mehr zur Frau zu werden. Dafür braucht sie viel Ruhe. Abgesehen davon, hat sie Angst, dass mit ihrer äußerlichen Veränderung die Belästigungen durch heterosexuelle Campbewohner wieder zunehmen. „Früher litt ich an Depressionen und habe mich selbst geschnitten“, erzählt sie. Vor ihrer Zeit im Münchner Osten wohnte sie in einer Unterkunft im 40 Kilometer entfernten Fürstenfeldbruck und fürchtete dort um Leib und Leben: „You homosexuals have to be killed!“, schrie sie einer ihrer Mitbewohner an. Ihr Zimmer wurde verwüstet. Doch das Wachpersonal war keine Hilfe und zeigte selbst homophobe Tendenzen.

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